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Wir fragen, Brüssel antwortet

 

Die EU-Kommission hat vor kurzem den Beschluss gefasst, das krebserregende Acrylamid, das beim Frittieren oder Braten bei hohen Temperaturen in Lebensmitteln entstehen kann, einzudämmen. „ab5zig“ bat den Europaabgeordneten Othmar Karas um seine Einstellung zu diesem konkreten Thema.

 

Warum ist die umstrittene EU-Verordnung zu Acrylamid oder im Volksmund einfach Pommes-Verordnung zustande gekommen? Ist es wirklich Aufgabe der EU sich um solche Detailverordnungen zu kümmern?

Es ist richtig, dass sich die EU-Kommission für den Gesundheitsschutz und den Kampf gegen Krebs engagiert. Beides sind auch für mich persönliche Anliegen. Die sogenannte Pommes-Verordnung hat daher einen berechtigten Hintergrund. Denn beim übermäßigen Erhitzen stärkehaltiger Nahrungsmittel wie Erdäpfel entsteht das potenziell krebserregende Acrylamid. Das gilt es so weit als möglich zu reduzieren.

 

Dabei setzt die Kommission einerseits auf Grenzwerte und Zubereitungsvorschriften für die Lebensmittelindustrie. Das ist sinnvoll und willkommen.

 

Andererseits wird es auch Detailvorschriften für die Zubereitung von Pommes in Gasthausküchen samt Farbtabelle für die richtige Bräunung geben. Solche Detailregeln halte ich für überzogen.

 

Deshalb hat die ÖVP-Delegation im EU-Parlament ein Veto eingelegt, um das EU-Gesetz noch zu verbessern. Dafür haben wir leider keine Mehrheit bekommen. Immerhin konnten wir erreichen, dass die Kommission klarstellt, welche Vorschriften wie einzuhalten sind. Zuständig für das Zustandekommen der Pommes-Verordnung sind die Gesundheitsministerien der EU-Mitgliedstaaten. Sie haben mehrheitlich zugestimmt.

 

Mag. Othmar Karas ist Abgeordneter zum Europäischen Parlament und seit 2011 Leiter der ÖVP-Delegation im Europäischen Parlament.


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