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„Wir mischen uns überall ein“

Mit diesen klaren Worten hat unsere Präsidentin Ingrid Korosec am 1. Jänner 2018 turnusmäßig auch den Vorsitz im Österreichischen Seniorenrat übernommen. Sie werde, wenn es um die Anliegen der Seniorinnen und Senioren geht: „Überall mitreden, mitentscheiden und mitgestalten“.

 

Denn tatsächlich gibt es keine Bereiche, wie beispielsweise Wohnen oder Mobilität, die nicht auch die ältere Generation betreffen. Von der Kaufkraft bis zum Stimmrecht stellt die Generation 50 plus einen ganz wesentlichen Faktor in unserer Gesellschaft dar. 2030 werden bereits 30 Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre sein. „Und außerdem werden wir ja eine immer stärkere politische Größe“, betont Korosec.

 

Pensionsantritt: Jeder soll selbst entscheiden können

Konkret wünscht sich unsere Seniorenchefin statt des gesetzlichen Pensionsalters ein „Referenzalter“. Dieses könnte auch bei 65 Jahren liegen wie das derzeit gesetzliche. Mit einem Referenzalter, also einer Empfehlung, kann jeder selbst entscheiden, wann er in Pension geht. Korosec: „Wir müssen viel flexibler auf die älteren Menschen und deren individuellen Bedürfnisse eingehen. Der eine möchte und kann länger arbeiten, manche wollen lieber oder müssen früher mit ihrer Tätigkeit Schluss machen“. Wichtig sei es in jedem Fall, dass die Zu- und Abschläge versicherungsmathematisch berechnet werden. Derzeit bekommt man für die Korridorpension ab 62 um 5,1 Prozent pro Jahr weniger Pension und bis 68 einen Bonus von 4,2 Prozent mehr. Wünschenswert wäre es, den Abschlag zu erhöhen und im selben Maße auch den Zuschlag zu steigern.

 

Präsidentin Korosec setzt sich auch vehement für eine zukunftsorientierte Finanzierung unseres Pensionssystems ein. Denn viel zu viele Menschen gehen vor dem gesetzlichen Pensionsalter von 65 in Pension. Wenn alle bis zum gesetzlichen Antrittsalter arbeiten, würde das rund sieben Milliarden Euro pro Jahr sparen. „Staatliche Zuschüsse wären dann kaum nötig“, argumentiert die Seniorenchefin. Immerhin finanziert der Staat die ASVGPensionen derzeit mit rund acht Milliarden Euro.

 

Partnerschaft statt Klassenkampf

Damit die Menschen auch tatsächlich länger im Arbeitsprozess bleiben, braucht es ein Bündel an Maßnahmen, wie etwa die rechtzeitige Weiterbildung älterer Arbeitnehmer. Die Unternehmer und die öffentliche Verwaltung sollten attraktive Angebote für Umschulungen finanzieren. Außerdem müssten Arbeitgeber und Arbeitnehmer an einem Strang ziehen. Korosec: „Partnerschaft statt Klassenkampf ist angesagt. Es muss Goodies für beide Seiten geben“.

 

Toller Erfolg für Pensionisten, die dazuverdienen

Hart hat Ingrid Korosec gekämpft für eine Verbesserung der Pensionisten, die noch arbeiten: „Es macht mich stolz, dass diese Verbesserungen ins Regierungsprogramm aufgenommen wurden“. Künftig wird der Pensionsversicherungsbeitrag wegfallen, wenn man neben der gesetzlichen Alterspension noch weiter arbeitet. Und außerdem soll der Zuverdienst ab dem gesetzlichen Pensionsalter bis zur Geringfügigkeitsgrenze möglich sein, ohne dass die Ausgleichszulage gestrichen wird. „Das ist wirklich ein toller Erfolg“, freut sich Korosec.

 

Pensionen bleiben wertgesichert

Derzeit ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass die Pensionen jährlich der Inflation angepasst werden. Während die Anpassungen in früheren Jahren teilweise sogar unter der Inflationsrate lagen, soll es das laut Regierungsprogramm nicht mehr geben. „Die Pensionen bleiben wertgesichert“, so die Seniorenchefin.

 

Gerade für ältere Menschen kann der Computer das Tor zur Welt sein.

 

Mehr Angebote für Digitalisierung

Eine wichtige Korosec-Forderung, um der älteren Generation die Chance zu geben, über die modernen Technologien kommunizieren zu können, ist es, sie in das Digitalisierungsprojekt einzubinden. Derzeit nutzen nur 47 Prozent der 65- bis 74-jährigen Österreichinnen und Österreicher das Internet. Mit Kursen und anderen Maßnahmen will die Seniorenbund- Präsidentin diesen Anteil erhöhen: „Wer länger arbeiten will, darf den Zug nicht verpassen. Gerade für ältere Menschen kann der Computer das Tor zu Welt sein“.

 

Viele Anliegen ins Regierungsprogramm aufgenommen

Im Zuge der Verhandlungen ist es Präsidentin Korosec gelungen, im Regierungsprogramm viele Forderungen der Seniorinnen und Senioren, die in den letzten Jahren unerledigt liegen geblieben sind und von ihr immer wieder urgiert wurden unterzubringen. „Die Präsidentschaft im Seniorenrat gibt mir die Möglichkeit, jetzt mit noch mehr Nachdruck auf die zügige Umsetzung der für die Senioren wichtigen Anliegen zu drängen“, ist die Seniorenchefin überzeugt.

 

Viel zu Wenigen ist bekannt, dass es einen eigenen Seniorenrat gibt, in dem alle Seniorenorganisationen – mit mindestens 10.000 Mitgliedern – vertreten sind. Der Österreichische Seniorenrat ist Teil der Sozialpartnerschaft.

 

Besonderes Augenmerk möchte Ingrid Korosec als Vorsitzende des Seniorenrates darauf legen, dass nicht nur jene Anliegen behandelt werden, die gemeinhin Senioren zugeschrieben werden, also der Pensions-, der Pflege- und der Gesundheitspolitik. Gerade die Erhöhung der Lebenserwartung, die wachsende Mobilität und die über das Pensionsalter hinausreichende berufliche Aktivität verlangen neue Lösungen und sind eine Herausforderung für die gesamte Gesellschaft, der sich auch die Politik stellen muss. Der Themenbogen reicht weit, von Bildungsfragen über die Steuerentlastung bis hin zur Digitalisierung.

 

„Wir wollen und werden vielmehr überall mitreden, mitentscheiden und mitgestalten“, so nennt Ingrid Korosec ihr Arbeitsmotto für das Jahr 2018, in dem sie an der Spitze des Österreichischen Seniorenrates steht.

 

 

Die wichtigsten Forderungen des Seniorenrates:

» Absicherung der Pensionen in der Verfassung

» Bekenntnis zur Steuerfinanzierung der Pflege

» Verfassungsmäßige Garantie für flächendeckende medizinische Versorgung

» Erhöhung der Erwerbsquote älterer Arbeitnehmer

» Gebührenbremse im Kampf gegen die Teuerung

» Forderung nach einer Interessensvertretung, die jenen der Dienstnehmer, der Wirtschaftstreibenden und Landwirte gleichgestellt ist


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