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Ausgebootet – Was tun, wenn der Flug storniert wird?

Foto: Fotolia.com

Billige Flüge haben auch ihre Schattenseiten. Ist ein Flug nicht ausgebucht, ergibt sich ein finanzieller Verlust für die Airline. Um dies zu verhindern, werden Flüge immer öfter einfach storniert. Zu Lasten der Passagiere.

 

Andererseits: Ist die Nachfrage nach bestimmten Flügen groß, werden Flüge überbucht, da man statistisch mit Umbuchungen oder Stornierungen seitens der Passagiere rechnet. Geht die Rechnung nicht auf, warten am Gate mehr Passagiere, als im Flugzeug Platz ist.

 

Gründe warum ein Flug nicht plangemäß durchgeführt werden kann oder man als Passagier nicht ins gebuchte Flugzeug gelangt sind mannigfaltig. Flugpersonalstreiks, technische Störungen, wetterbedingte oder leider auch manchmal sicherheitsbedingte Startverschiebungen. Solche Umstände gelten als höhere Gewalt, hierfür hat man größtes Verständnis, auch wenn’s unangenehm ist. Selbst schuld ist man, wenn man nicht rechtzeitig am Gate zum Boarding erscheint.

 

Trotz gültigem Ticket: Keinen Platz

In letzter Zeit häufen sich jedoch Umstände in der Verantwortung der Airlines, die dazu führen, nicht rechtzeitig von A(msterdam) nach B(arcelona) zu gelangen. Flugzeuge werden schlicht und einfach überbucht. Oder, wenn sich der Flug nicht rechnet, wird er storniert. Hier hat das Verständnis der Fluggäste ein Ende – und „EU sei Dank“ auch das Verständnis des Gesetzgebers. In einer im EU-Raum gültigen Verordnung sind die Ansprüche der Fluggäste gegenüber Fluglinien geregelt, die für alle Flüge aus EU-Staaten, egal welche Destination und für alle Flüge in einen Mitgliedstaat gilt, wenn die Fluglinie einen Sitz im EURaum hat.

 

Freiwillig verzichten

Ist für eine Fluglinie absehbar, dass aufgrund von Überbuchungen nicht alle Passagiere mit gültigen Tickets befördert werden können, so wird versucht, Freiwillige zu finden, die gegen Erstattung des Flugpreises oder anderweitige Beförderung, sowie eine zwischen Fluglinie und Passagier vereinbarte Ersatzleistung auf ihren Flug verzichten.

 

Finden sich nicht genügend „Freiwillige“, darf die Fluglinie die Beförderung verweigern. Als Ersatz muss sie dem Passagier zur Auswahl anbieten: Erstattung des Kaufpreises, Beförderung zum frühestmöglichen Zeitpunkt unter gleichen Bedingungen oder – auf Wunsch des Fluggastes – zu einem späteren Zeitpunkt, sowie Übernachtung und Verpflegung, inklusive einer von der Flugdistanz abhängige Ausgleichszahlung bis zu 600 Euro.

 

Ähnlich sieht es bei einer Stornierung des Fluges, ausgenommen wegen höherer Gewalt, aus. Jedoch entfällt hier die Ausgleichszahlung, wenn man von der Fluglinie rechtzeitig informiert wurde.

 

Im Internet findet man zwischenzeitlich zahlreiche Angebote zur Unterstützung bei der Geltendmachung von Ersatzansprüchen, woraus man auch Rückschlüsse auf die Häufigkeit der Problematik schließen kann. Guten Flug!

Michael Müller


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