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Der Pollenflug hat wieder Hochsaison

Foto: Fotolia.com (2)

Tropfende Nasen und tränende Augen! Der Frühling mit seiner Pollen- Hochsaison hat uns wieder fest im Griff. Wer davon betroffen ist, ist bei weitem nicht allein mit seinem Schicksal. Fast eine Million Österreicher und Österreicherinnen leiden unter einer Pollenallergie. Hausstaub, Gräser oder etwa Tierhaare tragen ebenso ihr Scherflein als Allergieauslöser bei. Was tun? Gegen Hausstaub und Tierhaare kann man in den eigenen vier Wänden einiges tun, um allergieauslösende Stoffe zu verringern, nämlich die Wohnräume regelmäßig zu säubern. Nur im Freien ist es unmöglich den Pollen zu entkommen. Eines ist klar: Auf die leichte Schulter darf man eine Allergie nicht nehmen.

 

„ab5zig“ fragte die Expertin, Dr. Ulli Enzenberg vom Allergiezentrum Wien West über die Auswirkungen der Pollenallergie speziell auf ältere Menschen und was sie dagegen tun können.

 

ab5zig: Verändert sich eine Pollenallergie im Laufe des Patientenlebens?

 

Enzenberg: Pollenallergien sind sogenannte Typ I Allergien, die sich überwiegend zunächst an den Schleimhäuten der oberen Atemwege (Nase und Rachen) sowie an den Bindehäuten der Augen manifestieren. Dabei steht in der ersten akuten Phase die überschießende Sekretproduktion mit Juckreiz, Fließschnupfen und Tränenfluss im Vordergrund. In der Folge entsteht eine chronische Entzündungsreaktion mit zunehmender Schwellung der Nasenschleimhäute und damit blockierter Nasenatmung. Besonders gefürchtet ist der Etagenwechsel zu den unteren Atemwegen – eine Asthmaerkrankung ist vielfach die Folge einer nicht oder unzureichend behandelten Allergie.

 

ab5zig: Können auch ältere Menschen, die nie eine Allergie hatten, eine bekommen?

 

Dr. Enzenberg: Mittlerweile gibt es gesicherte Daten darüber, dass auch ältere Menschen eine Erstmanifestation einer Pollenallergie erleben können. Aktuell betreue ich eine Patientin, die genau an ihrem 70. Geburtstag im März zum ersten Mal eine heftige Attacke mit Niesanfällen und Bindehautentzündung hatte, wobei mittlerweile eine Allergie auf Baumpollen nachgewiesen werden konnte.

 

ab5zig: Worauf sollen ältere Menschen besonders achten, wenn sie unter einer Pollenallergie leiden?

Dr. Enzenberg: Bei der Pollenallergie ist eine Expositionsprophylaxe naturgemäß schwierig, dennoch kann darauf geachtet werden, die Straßenbekleidung zuhause rasch zu wechseln, Haare und Augenbrauen häufig nass zu reinigen, mit einer Meersalzlösung die Schleimhäute zu befeuchten und vom Pollenstaub zu befreien.

 

Wirksame Medikamente stehen zur symptomatischen Behandlung zur Verfügung, sowohl als Allergietablette als auch als Lokaltherapeutika für Augen, Nase und Lunge. Oftmals werden mehrere Wirkstoffe kombiniert, um die Dosis der einzelnen Medikamente gering zu halten. Besonders wichtig ist vor Behandlungsbeginn eine bereits bestehende medikamentöse Therapie für andere Erkrankungen in den Behandlungsplan miteinzubeziehen, um unerwünschte Wechselwirkungen zwischen den Arzneimitteln zu vermeiden.

 

Dr. Ulli Enzenberg ist Ärztin für Allgemeinmedizin

im Allergiezentrum Wien West der

Ordination Gesund in Schönbrunn


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