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Gesundheit aktuell

Wenn es im Bauch wehtut

Univ.-Prof. Mag. Dr. Alexander Klaus.
Foto: Robert Herbst

Für viele Menschen ist es nicht einfach, den richtigen Arzt für sein Leiden zu finden. Das Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien, eine der fünf Fachkliniken der Vinzenz-Gruppe in Wien, ist spezialisiert auf alles, was den Verdauungstrakt betrifft, aber auch auf den urologischen Bereich, Onkologie und Psychosomatik. Worauf man freilich besonderen Wert legt, ist die Zusammenarbeit aller Fachärzte und Pflegekräfte, wenn es um den einzelnen Patienten geht. Über jeden komplexen „Fall“ wird in interdisziplinären Zentren gemeinsam beraten.

 

Wir sind für alles da, was im Bauch Schmerzen macht“, betont der Vorstand der Abteilung Allgemeinchirurgie und Viszeralchirurgie (Chirurgie des Bauchraums), Univ.- Prof. Mag. Dr. Alexander Klaus. Was also tun, wenn man Blut im Stuhl entdeckt? Der erste Schritt ist zunächst der Weg zum Hausarzt. Wer sich an die Fachklinik Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien wendet, wird von einer Zentrumsassistentin, einer speziell geschulten Expertin, an den zuständigen Facharzt im Krankenhaus weitergeleitet. Nach den ersten Untersuchungen und Erkenntnissen über die Krankheit, werden komplexe Erkrankungen, die die Zusammenarbeit mehrerer Experten benötigen, im hauseigenen Darmzentrum besprochen. Was dort geschieht? Dort finden regelmäßig interdisziplinäre Besprechungen statt, wo über die Erkrankung der Patienten beraten wird. „Den Menschen ganzheitlich zu behandeln, das ist unsere Stärke“, so Prof. Klaus. Ähnlich dem interdisziplinären Darmzentrum, gibt es auch eines für Beckenbodenerkrankungen und für Adipositas.

 

Tumorspezialisten arbeiten Hand in Hand

 

Für Tumorpatienten gibt es ein sogenanntes „Board“, in dem sich Internisten, Gastroenterologen, Strahlungsexperten, Chirurgen und Physiotherapeuten treffen, um jeden Krankheitsfall einzeln zu besprechen. „Jeder Tumor wird mindestens einmal in diesem Board besprochen“, betont Prof. Klaus. Die Spezialisten des Hauses arbeiten Hand in Hand zusammen und planen gemeinsam die beste Therapie. Klaus: „Unsere Stärke ist es eben, alle Expertenkräfte zu bündeln.“

 

So kurz wie möglich im Krankenhaus

 

Wichtigstes Ziel der Ärzte ist es, die Verweildauer im Krankenhaus so kurz wie möglich zu halten. Wer rasch wieder nach Hause gehen kann, wird erfahrungsgemäß meist auch schneller wieder gesund. Außerdem verringert ein kurzer Krankenhausaufenthalt die möglichen Gefahren, mit Keimen oder Bakterien angesteckt zu werden. Damit das gelingt, wird jeder Patient intensiv auf den geplanten Eingriff vorbereitet. „Wir erklären ihm, was auf ihn zukommt, wie die Operation abläuft und wie die Nachbehandlung aussieht“, betont Prof. Klaus. Alle erforderlichen Befunde werden bereits im Vorhinein ambulant erledigt. Klaus: „Das hat den entscheidenden Vorteil, dass wir jeden Patienten persönlich kennen und der Patient uns kennt. Damit schaffen wir ein gute Voraussetzung für den Aufbau von Vertrauen und den Abbau von Ängsten“. Bei einer Gallensteinoperation beispielsweise, wird der Patient am Operationstag aufgenommen und im Idealfall am selben Tag wieder entlassen. Dafür gibt es eine eigene große Tagesklinik im Haus.

 

Stolz ist Prof. Alexander Klaus darauf, dass der Krankenhausaufenthalt im Durchschnitt auf mittlerweile 1,8 Tage – im Vorjahr waren es noch 2,2 Tage – gesenkt werden konnte. Das klappt freilich nur, weil es in den Ambulanzen eigene Spezialsprechstunden gibt. Die jeweiligen Fachkräfte sind so gut geschult, dass sie den Patienten dem richtigen Arztbereich zuweisen. Wesentlich ist dabei auch, dass auf die persönliche Situation des Patienten Rücksicht genommen und das Umfeld hinterfragt wird, etwa ob jemand für die Betreuung zu Hause vorhanden ist.

 

Schonende Narkose für ältere Menschen

 

Nach dem Motto: Menschen nicht nur „am Leben, sondern im Leben zu erhalten“ hat es sich der Leiter der Anästhesie, Prim. Dr. Johann Blasl, zum Ziel gesetzt, die Narkose bei älteren und alten Menschen so schonend wie möglich einzusetzen. Blasl: „Wichtig ist es, den älteren Patienten so wenig wie möglich zu stören. Der Patient soll nach einem solchen Eingriff nicht nur wieder gut operiert sein, sondern auch noch wissen, wo er wohnt“. Denn das Klinikumfeld ist für alte Menschen mit kognitiven Einschränkungen sehr herausfordernd. Hier gilt es, den Patienten liebevoll zu begleiten und an der Seite des Patienten zu verbleiben, wie etwa mit einer haltenden Hand.

 

Sauberkeit und Hygiene groß geschrieben

 

Um dem gefürchteten Krankenhauskeim vorzubeugen, gibt es eine eigene Evaluierung. Regelmäßig wird geprüft, welche Keime auftauchen und in einer gemeinsamen Besprechung zwischen Ärzten und Pflegepersonal über entsprechenden Maßnahmen beraten.

 

Was für Ärzte und Pflegepersonal selbstverständlich ist, gilt natürlich auch für das Reinigungsteam, das strenge Regeln befolgen muss. Das Reinigungsteam benutzt dazu eine eigene App, die sagt, wann welches Zimmer und welcher Bereich zu kontrollieren ist.

Am 27. April von 9–14 Uhr lädt die Fachklinik zum Tag der offenen Tür (1060, Stumpergasse 13).


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