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Gesundheit aktuell

Diabetes im Griff haben

Foto: Fotolia.com

In einer Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO wurde festgestellt, dass in den Ländern Österreich, Deutschland und Schweiz bereits täglich bei 5000 Menschen Diabetes diagnostiziert wird. Die WHO spricht mittlerweile von einer weltweiten Seuche.

 

Zunächst die gute Nachricht:

Wer Diabetes hat, kann sein Leiden in den Griff bekommen. „Mit Diabetes zu leben ist absolut kein Problem bei richtiger Einstellung, Schulung und eigenen Verhaltensweisen“, ist der Begründer der Selbsthilfegruppe Aktive Diabetiker Austria, Gottfried Bitiste überzeugt. Nach dem Grundsatz Bewegung, Ernährung, Kontrolle trifft sich die Selbsthilfegruppe einmal im Monat zum gegenseitigen Erfahrungs- und Gedankenaustausch und zu einem fixen Bewegungstag in Form von leichten Wanderungen. Der Vorteil dieser Begegnungen: Jeder geht mit seinem Leiden anders um, jeder sammelt seine persönlichen Erfahrungen und gibt sie dann an die anderen Teilnehmer der Gruppe weiter.

 

„Ich will es gar nicht wissen“

Allein in Österreich sind etwa 600.000 Menschen von der sogenannten Zuckerkrankheit betroffen, wobei angenommen wird, dass viele gar nichts wissen von ihrer Diabetes. Und gerade beim letzten Punkt sieht Gottfried Bitiste ein wesentliches Problem: „Leider sind es vor allem die Männer, die unter dem Motto – ich will es gar nicht wissen – ihre Erkrankung negieren und einfach übergehen“.

 

Dank der modernen Therapiemöglichkeiten sind heute schwer verlaufende akute Krankheitskomplikationen eher selten geworden. Viel häufiger treten Begleiterkrankungen und diabetische Folgeschäden auf, wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schädigungen der Augen, der Niere oder der Nerven sowie offene Wunden an den Fußsohlen, die diabetische Fußulzera. Für den einzelnen bedeutet das eine schlechtere Lebensqualität und möglicherweise eine geringere Lebenserwartung.

 

Mit Diabetes zu leben ist absolut kein Problem bei richtiger Einstellung, Schulung und eigenen Verhaltensweisen.

Gottfried Bitiste

 

Übergewicht verursacht Diabetes

Das alles muss nicht sein. Insbesondere bei der überwiegenden Mehrheit der Zuckerkranken, vom Typ-2-Diabetes, der in enger Verbindung mit der Lebensweise steht. Nur etwa fünf Prozent sind Typ- 1-Diabetiker und somit insulinpflichtig. Dass Diabetes auf dem Vormarsch ist, hatte schon die ehemalige Generaldirektorin der WHO, Margaret Chan, verkündet. Und zwar nicht nur in den reichen Ländern, Diabetes nimmt überall zu. Die Ursachen sieht die WHO in der Ernährungsumstellung und der Lebensweise der aufstrebenden Länder. Unter anderem führen Fast Food oder zuckerhaltige Getränke zu Übergewicht, das – neben der familiären Veranlagung – eine der wesentlichen Voraussetzungen ist, an Diabetes zu erkranken.

 

Man kann aber einiges dafür tun, um seine erhöhten oder hohen Zuckerwerte in den Griff zu bekommen. Neben der Ernährung heißt das vor allem: Bewegung, Bewegung, Bewegung. Und – was auch besonders wichtig ist: Kontrolle. Das beginnt schon im Vorfeld, wenn jemand in seinem Verwandtenkreis – Eltern, Großeltern, Onkeln, Tanten etc. – einen Diabetiker hatte, so sollte mindestens einmal im Jahr, ab dem 45sten Lebensjahr der Langzeitwert (HbA1c) in einem Labor gemessen werden. „In solchen Fällen besteht eine genetische Bereitschaft für Diabetes“, meint Bitiste.

 

Bei der Behandlung von Diabetes kommt es besonders darauf an, dass der Arzt die Patientinnen und Patienten aktiv in die Therapie miteinbezieht, aber auch interdisziplinär handelt. Beratung und Schulung kommen da eine besonders wesentliche Rolle zu. Wichtig ist auf jeden Fall, dass sich jeder Diabetiker mit seiner Erkrankung auseinander setzt und nicht bagatellisiert. Auch wenn es nicht leicht fällt, sein Gewicht zu reduzieren und mehr Bewegung zu machen, letztendlich führt die aktive Lebensweise zu mehr Lebensqualität.

 

Diabetes im Griff Kostenlose Beratung und Aussprache mit dem Leiter der Selbsthilfegruppe ADA-Wien Süd

Gottfried Bitiste, Tel: 0650/660 11 80,

Mail: wkfm.bitiste@aon.at


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