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Fernreise in Chinas Süden






Langer Flug, großes Erlebnis
Strand in Südchina: Hier gibt es noch fast leere Strände
Flussfahrt in der Region Guangxi
Am Südzipfel Chinas herrscht tropisches Klima

Das Hawaii des Fernen Ostens – Badespaß am Ende der Welt

 

Strahlender Sonnenschein. Türkisblaues Meer. Weicher, blendend weißer Sandstrand und große, grüne Palmen, die sich sanft im warmen Wind wiegen. Aber dieser Strand liegt nicht in Thailand, nicht in Miami, auch nicht auf den Seychellen oder in der Dominikanischen Republik. Er liegt im Süden der Insel Hainan in der Volksrepublik China.

 

Hainan, das größte Eiland im Reich der Mitte, ein bisschen kleiner als die Schweiz, wird umspült vom Südchinesischen Meer und ist ein Lieblingsurlaubsziel vieler Chinesen. Die Inselhauptstadt Sanya sieht aus wie Manhattan, ein Wolkenkratzer neben dem anderen – die höchste Dichte an Fünf-Sterne-Hotels in ganz China. Und dennoch: In der Sanya Bay dehnen sich kilometerlang herrliche Strände aus, wo sich die Urlauber erfreulicher Weise nicht auf die Füße treten: Denn chinesische Touristen buchen zwar einen Strandurlaub in Strandhotels, verbringen ihn aber erstaunlicherweise nicht am Strand, weil die meisten gar nicht schwimmen können. Auch Sonnenbaden ist nicht wirklich populär: Der bei uns so geschätzte braune Teint ist im Reich der Mitte verpönt. Für europäische Gäste hat das aber den Vorteil, dass sie am Strand quasi unter sich sind.

 

Klares Wasser, gesunde Luft, intakte Natur

Hier, am südlichsten Punkt Chinas, war früher nach chinesischer Auff assung das Ende der Welt. Heute ist der Strand samt Parkanlage eine Touristenattraktion. Hier gibt es keinen Smog, keine rauen Winde und keine schmutzstarrenden Flüsse. Hainan besitzt im Überfl uss, was im Rest des Landes rar ist: Klares Wasser, gesunde Luft, intakte Natur. Und vor allem: Ruhe. Außerdem gibt es mehrere Nationalparks und Naturschutzgebiete, Regenwälder und alte Tempelanlagen. Schon die Fahrt vom Flughafen beeindruckt. Eine hügelige Landschaft, bedeckt mit dichter, subtropischer Vegetation. Am Straßenrand weiden Wasserbüff el, dahinter breiten sich sattgrüne Reisfelder aus. Sanya hat 300 Sonnentage im Jahr, eine durchschnittliche Lufttemperatur von 25 Grad, das Meer hat meist 28 Grad. Und das Wasser ist kristallklar. Die zahlreichen Fünf-Sterne-Hotels spielen alle Stückerln: Das Intercontinental Sanya Resort etwa bietet modernst eingerichtete Zimmer, fünf Restaurants, drei riesige Swimming-Pools unter Palmen, Fitnesszentrum, Spa und besten Service.

 

Besuch bei den Ureinwohnern

Wer das Leben der ursprünglichen Insulaner kennenlernen will, muss einen Ausflug ins Innere der Insel buchen, zum Ureinwohner-Volk der Li, die noch in Hütten aus Reisstroh leben, an Geister glauben, mit Pfeil und Bogen fischen gehen und freundlich für Erinnerungsfotos posieren, wie es sich für eine Vorzeigeminderheit gehört. Auf der Fahrt dorthin sieht man Palmenwälder, Melonenplantagen und Reisfelder. Mit BMW, wie die Reiseleiter scherzen: Bauern mit Wasserbüffeln. Auch sollte man einen Besuch im exotischen Yanoda-Nationalpark einplanen, einem dichten Regenwald, wenige Kilometer von Sanya entfernt, an Baumriesen und Uraltfarnen entlang, vorbei an Wasserfällen und Lianen. Nicht zu vergessen auch der Nanshan-Tempel, dessen Buddha-Statue höher ist als die Freiheitsstatue von New York.

 

Natur und Flusskreuzfahrt als Alternative

Fazit: Wer nicht in der DomRep oder in Miami urlauben und sich dennoch preiswert an einem tropischen Strand entspannen möchte, für den ist Hainan eine echte Option. Nun noch kurz eine Alternative zum Badeurlaub: Etwas weiter nördlich, in der südchinesischen autonomen Region Guangxi, kann man naturnah gemütlich ausspannen. Dort vermieten Familienhotels Fahrräder, mit denen man auf viele Kilometer langen, neu angelegten Radwegen entlang des Flusses Li Jiang Idylle pur erleben kann. Auch eine mehrstündige „Kreuzfahrt“ auf dem Li-Fluss, inmitten bizarrer zuckerhutförmiger Karstberge, sollte man sich da gönnen. Ausgangspunkt ist die Stadt Guilin.

 

Einzig die Anreise nach China ist etwas mühsam: Neun Stunden von Wien nach Beijing, dazu dann nochmals ca. vier Stunden Flug in den Süden. Die Kosten: ab Wien ca. 1.200 Euro hin und retour pro Person samt Inlandsflügen plus Aufenthalt. Nach Pauschalangeboten muss man in Reisebüros fragen.

Prof. Oswald Klotz

Wenn Senioren auf weite Reise gehen


Diese Tipps sollte man beachten

 

So wunderbar es ist, wenn SeniorIn sich zu einer Fernreise entschließt, ein paar Dinge sollte man beachten. Vorweg muss man einschätzen, was man sich – und den Reisebegleitern – zumuten kann.

 

Hier einige zusätzliche Tipps von Gaby Hönigsperger, Reisebüro Columbus:

 

• Stornoversicherung abschließen! Hönigsperger: „100 Prozent Stornogebühr bei nötiger Absage kurz vor der Reise können sehr wehtun.“

• Ausreichende Krankenversicherung: Die Versicherungen per Kreditkarte haben üblicherweise sehr knappe Limits. Zwei Tage Spitalsaufenthalt in den USA können beispielsweise rund 15.000 Dollar kosten. Alle Krankenversorgung geschieht auf privater Basis. Rücktransport im Notfall einschließen lassen!

• Medizinische Rücksichten: Machu Picchu in Peru liegt beispielsweise fast 2.500 m hoch. Nicht jeder oder jede ist den Strapazen einer solchen Reise gewachsen. Wenn man erst unterwegs ist, muss man mitmachen.

• Vorgeschriebene und empfohlene Impfungen erfragen!

• Alle Medikamente plus Vorsorgemedikamente mitnehmen. Thrombosegefahr auf Langstreckenflügen abklären lassen. Economy-Flüge sind anstrengend, die Business-Class meist horrend teuer.

• Handytarife außerhalb der EU beachten!

• Reisewarnungen beachten! Das Außenministerium veröffentlicht eine Liste, vor welchen Ländern aktuell ganz oder partiell gewarnt wird. Diese reicht zurzeit von Afghanistan bis nach Venezuela. https://www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/ reisewarnungen/


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