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Mit den jungen Menschen im Gespräch bleiben


Ein Budget mit Hausverstand und Chancen für alle Generationen

 

Das Ende der Schuldenpolitik, keine neue Steuern, keine erhöhten Steuern, mehr Geld für Familien, Bildung, Sicherheit und Pflege sowie keine Einsparungen auf Kosten der Menschen und auf Kosten der nächsten Generationen. Stattdessen Einsparungen beim Staat selbst. Das sind die wesentlichen Budgetziele der Regierung. ab5zig sprach mit Präsidentin Ingrid Korosec darüber, was das für die Seniorinnen und Senioren bedeutet.

 

ab5zig: Finanzminister Löger hat vor kurzem das Doppelbudget für die Jahre 2018 und 2019 präsentiert. Wie zufrieden sind sie mit den Plänen des Finanzministers?

 

Korosec: Ich möchte es gleich auf den Punkt bringen: Das ist ein Budget mit Hausverstand, das uns von hohen Steuern und Abgaben entlasten und uns unsere finanzielle Freiheit zurück bringen soll. Vor allem ist es ein Budget, das Zukunftschancen für alle Generationen bringt. Stellen Sie sich vor, zum ersten Mal seit 1954, wird der Bund weniger ausgeben als er einnimmt. Das wird mit Einsparungen im System erreicht, ohne zusätzliche Steuern einzuführen. Da bleibt endlich die jahrzehntelange Schuldenpolitik auf der Strecke.

 

ab5zig: Es gibt naturgemäß auch kritische Stimmen, denen die Reformvorhaben nicht weit genug gehen.

 

Korosec: Wenn der eine oder andere unkt, dass er noch große Reformvorhaben vermisst, so muss dazu auch von den Kritikern Realismus eingefordert werden. Es wäre ja geradezu unverantwortlich, große Veränderungen, von der Steuerpolitik angefangen bis hin zur Reform des Sozialversicherungswesens, aus dem sprichwörtlichen Hut zu zaubern.

 

ab5zig: Im Pflegebereich, einer wichtigen Forderung des Seniorenbundes, hat der Finanzminister finanzielle Unterstützung zugesichert. Ein Erfolg für Sie?

 

Korosec: Ja, vor allem ein Erfolg für die zahlreichen Pflegebedürftigen und deren Angehörige. Fast 80 Prozent werden von Familienangehörigen betreut. Da sind die richtigen Schritte in die richtige Richtung gesetzt worden. Allein beim Pflegegeld gibt es um 300 Millionen Euro mehr.

 

Das Erwachsenenschutzgesetz ist finanziell abgesichert. Diese und weitere Maßnahmen tragen dazu bei, dass die Selbstbestimmung des einzelnen Menschen im Vordergrund steht. Was mich besonders freut ist, dass mehr Mittel für Familien, Sicherheit, Pflege und die Bildung bleiben.

 

Gerade die Erwachsenenbildung ist mir ja ein besonderes Anliegen. Sie ermöglicht lebenslanges Lernen. Das ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um Menschen über 50 in Beschäftigung zu halten. Dass in diesem Bereich am Arbeitsmarkt investiert wird, stimmt mich zuversichtlich.

 

ab5zig: Einige der langjährigen Forderungen des Seniorenbundes werden nun umgesetzt.

 

Korosec: Ja, es tut sich einiges im Lebensbereich der älteren Menschen. Ich denke nur an die geplante Entbürokratisierung der Patientenverfügung. Leider waren bisher strenge Formvorschriften sowie hohe Anwalts-, Notar- und Arztkosten ein Hemmschuh. Nun wird es leichter. Auch das ist ein schöner Erfolg unserer Seniorenpolitik, der mich sehr freut.

 

Oder denken Sie nur an das neue Erwachsenenschutzgesetz, das Anfang Juli dieses Jahres in Kraft tritt. Durch mehr Selbstbestimmung wird die Sachwalterschaft auf zukunftsfitte Beine gestellt und bringt enorme Vorteile für die betroffenen Menschen.

 

Auch in der Hausarztoffensive zeichnet sich eine Wende zum Positiven ab. Um die prekäre Situation bei den Hausärzten – wir haben ja leider zu wenige – zu verbessern, wird es nun eigene Lehrpraxen geben, wo die jungen Ärzte in der Praxis eines erfahrenen Arztes lernen können. Das Geld für diese Ausbildung ist für die nächsten Jahre sicher gestellt.

 

Unsere hohe Lebenserwartung ist schließlich ein Erfolg der modernen Medizin. Umso wichtiger ist es, dass sowohl die Forschung gefördert wird, als auch die Nachwuchsärzte und das medizinische Personal die besten Rahmenbedingungen für ihre Ausbildung vorfinden.

 

Aber gute finanzielle Rahmenbedingungen sind zu wenig. Es liegt ja auch an uns Älteren, ein offenes Ohr dafür haben, was die Jungen brauchen und wollen. Das heißt, wir müssen mit den jungen Menschen im Gespräch bleiben.

 

Frau Präsidentin, wir danken für das Gespräch.


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