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Digitalisierung im Kampf gegen Mobilitätsarmut



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Die Digitalisierung des Verkehrs hat bereits vor Jahren begonnen. Man denke nur an die digitale Autobahnvignette oder Navigationsund Einparkhilfen. Auch wenn so manch älterer Mensch skeptisch gegenüber dem Fortschreiten der digitalen Welt ist, so bringt diese eine Reihe von Vorteilen.

 

Für Präsidentin Ingrid Korosec stehen bei dieser Entwicklung drei Aspekte ganz klar im Vordergrund: der nachhaltige Umgang mit knappen Ressourcen, die Erhöhung der Sicherheit und die Reduzierung der Mobilitätsarmut: „Letzteres ist ein Phänomen, das in der Diskussion um Digitalisierung des Verkehrs kaum ein Rolle spielt, für mich als Seniorenvertreterin aber enorm wichtig ist“.

 

Wie sicher ist sicher genug?

Noch sind die Rahmenbedingungen, wie ein modernes Verkehrssystem der Zukunft aussehen kann, nicht definiert. Dabei geht es zentral um zwei Fragen: Erstens, wie sicher ist sicher genug? Und zweitens: heißt die Digitalisierung der Mobilität auch die Preisgabe individueller Daten? „Hier stehen wir noch vor intensiven Diskussionen, in denen die gesellschaftlichen Vorteile und wirtschaftlichen Interessen gegen individuelle Rechte abgewogen werden müssen“, betont Korosec.

 

Für die ältere Generation wichtig ist natürlich die Verlängerung der Zeit, in der sie selbstständig leben können. Da spielt die Mobilität eine wesentliche Rolle. Ihr Verlust schränkt die Lebensqualität und die Sozialkontakte spürbar ein. Die moderne Arbeitswelt führt mehr und mehr dazu, dass Familienmitglieder oft weit voneinander entfernt leben. Zur Aufrechterhaltung des Kontaktes muss ein älterer Mensch mobil sein. Autofahren wird aber mit dem Alter schwieriger. Jede technische Hilfe, die die Defizite weiter ausgleicht, trägt zur Verkehrssicherheit bei.

 

Häufiger Opfer als Täter

Die Generation 65+ ist übrigens im Straßenverkehr weit häufiger Opfer als Täter und meist sind sie als Fußgänger oder Radfahrer in Unfälle verwickelt, nicht als Autofahrer! Optimal wäre es, durch Digitalisierung einen Verkehrsraum zu gestalten, in dem sich alle Teilnehmer sicher bewegen können.

 

Der sogenannte Silver-Markt ist bereits heute der Hauptabnehmer teurer Autos und der Anteil der Seniorinnen und Senioren an der Gesellschaft steigt bis 2030 auf 25 Prozent. Korosec appelliert daher auch an die Techniker und Designer, bei der Gestaltung die Bedürfnisse der älteren Generation zu berücksichtigen, wie etwa bei der Einstiegshöhe oder leicht zugänglichem Stauraum für Rollstühle. Entsprechende Schriftgröße der Informationen auf Displays, für reduziertes Hörvermögen bzw. für die Verwendung von Hörgeräten geeignete akustische Signale sind ebenfalls unumgänglich, will man die Generation 65+ für die Digitalisierung des Verkehrs begeistern.

 

„An uns selbst liegt es, unsere Seniorinnen und Senioren für die digitale Welt zu begeistern und die umfassende Digitalisierung von Haushalten der Generation 65+ zu unterstützen“, ist Ingrid Korosec überzeugt.


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